Spitzenreiter German Road Challenge:

  • Silber fürMareike Thum – 3 deutsche Staffelmedaillen  *

 

Die Entscheidungen über 1000 m und in den Staffeln fielen am Abend des letzten Wettkampftages der Bahnwettkämpfe bei den Speedskating-Europameisterschaften. Dabei lagen Freud und Leid beim deutschen Team sehr nah zusammen. Das ging schon bei den 1000 m-Finals los. Jubeln konnte in der Aktivenklasse der Damen Mareike Tum, die sich souverän für das Finale der besten acht qualifizieren konnte. Sie musste im Finale nur der Italienerin Francesca Lollobrigida den Vorrang lassen und errang die Silbermedaille. Außerdem hatten A-Juniorin Larissa Gaiser und B-Juniorin Elisabeth Baier den Sprung in die Finalläufe geschafft. Bei beiden war die Strecke wohl um einen Meter zu kurz, bei 1001 m Länge hatte es wohl jeweils Bronze gegeben. Die Rennverläufe waren ähnlich. Beide kamen auf der Zielgeraden noch mal mächtig auf und Larissa Gaiser fehlten gerade mal 3 Tausendstel Sekunden und Elisabeth Baier 9 Tausendstel Sekunden an Edelmetall.

Die weiteren deutschen Starter:

Aktive-Herren: 8.Felix Rijhnen, 9.Simon Albrecht, 12.Thimo Kießlich (alle drei im Halbfinale)

Aktive-Damen: 14.Josie Hofmann, 15.Laethsia Schimek (beide im Halbfinale)

Junioren A-Herren: 11.Florian Berg, 13.Tim Ziegeldecker (beide im Halbfinale), 18.Patrick Reuter (Vorlauf)

Junioren B-Herren: 11.Jan Martin Mende (Halbfinale), 20.Luca Berti (Vorlauf)

Junioren B-Damen: 17.Sarah Zwick, 18.Helen Stöckel (beide Vorlauf)

Anschließend standen dann die sechs Staffelfinals auf dem Programm, die fast alle wieder einen sehr dramatischen Verlauf nahmen. Es begann mit den B-Juniorinnen. Hier bildeten Elisabeth Baier, Helene Milling und Angelina Otto das deutsche Trio. Die deutsche Staffel hielt sich während des gesamten Rennens stets im Spitzenfeld auf und wurde mit der Bronzemedaille belohnt. Es siegte die Niederlande vor Frankreich.

Bei den Junioren B-Herren hatte sich das deutsche Team mit Eric Adler, Nils Bühnemann und Jan Martin Mende am Vormittag für das Finale qualifizieren können. Im einem sehr ausgeglichenen Finalfeld waren sie gut dabei, ehe sie bei einem Wechsel von Italien behindert wurden. Zwar wurde die italienische Mannschaft im Nachhinein disqualifiziert, doch für die deutsche Mannschaft bedeutete ihr Nicht-Mehr-Wechseln können auch das aus.

Bei den A-Juniorinnen bildeten Maxi Juliane Damke, Larissa Gaiser und Anne-Sophie Günther die deutsche Equipe. Eine echte Chance auf Bronze bestand eher nicht, die deutsche Mannschaft erreichte den 4.Platz.

Ron Pucklitzsch, Patrick Reuter und Tim Ziegeldecker hatten die deutschen A-Junioren am Vormittag in das Finale gelaufen. Hier wurde Ron Pucklitzsch durch Florian Berg ersetzt. Dem deutschen Team wurden gegen Italien, Frankreich und den Niederlanden nur Außenseiterchancen eingeräumt. Doch als sich durch den Sturz von Frankreich und Italien die Chance auf eine Medaille ergab, war das deutsche Team da und nutzte die Chance. Hinter Gastgeber Niederlande gab es für das deutsche Quartett die Silbermedaille.

Silber gab es auch im nächsten Rennen für das deutsche Damentrio mit Sabine Berg, Laethisia Schimek und Mareike Thum. Die deutschen Damen lagen immer auf Medaillenkurs und wurden mit Silber belohnt. Es siegte Italien.

Wie nah im Sport Freude und Leid zusammenliegen, musste das deutsche Herrentrio um Simon Albrecht, Thimo Kießlich und Felix Rijhnen erfahren. Mit einem furiosen Finish lief Schlussläufer Simon Albrecht auf der Zielgeraden auf den dritten Platz vor. Jubel bei den Sportlern und den deutschen Fans gab es schon reichlich. Doch dann kam die Ernüchterung. Da Simon Albrecht kurz vor der Ziellinie leicht ins Straucheln kam, war der vordere Fuß beim Überqueren der Ziellinie in der Luft. So zählte der zweite Fuß und die schon sicher geglaubte Bronzemedaille ging an die Niederlande. Für die deutsche Mannschaft blieb nur der 5.Rang.

 

Uwe Berg